Fachbereich
Vollamtliches Strahlenschutzpersonal und spezielle Kurse für KKW-Personal
K 310 

Titel
Ausbildung zum/zur Strahlenschutz-Sachverständigen für Kernanlagen (K 1)
Beschreibung

Kursinhalt

  • Gesetzliche Grundlagen
  • Aufgaben und Pflichten des/der Sachverständigen (Interne Weisungen, Vorgehen bei Störfällen, Meldewesen etc.)
  • Strahlenwechselwirkungen
  • Strahlengefährdung / Strahlenbiologie
  • Strahlenmessung
  • Praktischer Strahlenschutz / Arbeitsschutz
  • Technik (Werkstoffe, Korrosion, Chemie, Reinigungssysteme, Komponenten etc.)
  • Anlagekenntnis (nukleare und nichtnukleare Anlageteile, Strahlerzeugung und –führung, Betrieb, Störfälle etc.)
  • Systemkenntnisse (Containment, Abluftsystem, Lüftungsanlagen, Abwasseraufbereitung, Aufbereitung radioaktiver Abfälle etc.)
  • Störfälle (Begehbarkeit nach Störfällen, Verhalten bei Ereignissen, Notfallbetrieb, Alarmorganisation etc.)
  • Führung von Personal und Arbeitsgruppen


Kursziel

  • Die Teilnehmenden erwerben die Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnisse gemäss Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung Anhang 3, Tabelle 2 (Kompetenzen) und Tabelle 3 (Aus- und Fortbildungsumfang).
  • Die Teilnehmenden dürfen nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung und Erhalt des Zertifikates die in der Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung aufgeführten erlaubten Tätigkeiten ausüben (StS AV, Anh. 3, Tab. 1: Notwendige Ausbildung und erlaubte Tätigkeiten).


Zielpublikum
Zukünftige Strahlenschutzsachverständige im Aufsichtsbereich des ENSI.


Gruppengrösse

3 bis 6

Ausweis
Ausbildungsbestätigung.
Die Anerkennung erfolgt durch das ENSI gemäss Richtlinie B-13, 5.1.4.

Vorkenntnisse / Vorbedingungen

ENSI-Richtlinie ENSI-B13 – Voraussetzung für den Besuch des Kurses
"Die Strahlenschutz-Sachverständigen müssen eine abgeschlossene Ausbildung gemäss Anhang 3 Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung*) vorweisen. Das ENSI kann in begründeten Einzelfällen und für eingeschränkte Verantwortungsbereiche Ausnahmen von dieser Regelung treffen. Es ist mindestens ein halbes Jahr Berufserfahrung im Strahlenschutz nachzuweisen. Dabei werden vollamtliche wie auch nebenamtliche Aufgaben im Strahlenschutz in einem oder in mehreren Betrieben akzeptiert."


*) Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung 814.501.261, Anhang 3, Tabelle 1:

  • Eine abgeschlossene Ausbildung an einer Hochschule oder Fachhochschule in einem Studiengang wie Chemie, Physik, Maschinentechnik oder Elektrotechnik
  • Ein halbes Jahr Berufserfahrung im Strahlenschutz, wobei vollamtliche wie auch nebenamtliche Aufgaben im Strahlenschutz in einem oder mehreren Betrieben akzeptiert werden.
  • Teilnahme an einer Notfallübung der Kernanlage.